Spinnenangst bekämpfen und überwinden


Hinweis

**Haftungsbeschränkung**

Wir sind keine Mediziner. Alle Informationen und Behandlungsvorschläge in diesem Kapitel wurden aus verschiedenen Quellen zusammen getragen. Während keiner dieser Vorschläge gefährlich sein dürfte, beachten Sie bitte, dass wir nicht verantwortlich sind für die Anwendung und mögliche Nebenwirkungen. Wenn Sie sich unsicher sind, kontaktieren Sie Ihren Hausarzt für weitere Informationen.

Alle Angaben zu diesem Buch wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Dennoch sind Fehler nicht ganz auszuschließen. Der Autor übernimmt keine juristische Verantwortung oder Haftung für Schäden, die durch evtl. verbleibende Fehler entstehen.

Alle Warenzeichen werden ohne Gewährleistung der freien Verwendbarkeit benutzt und sind möglicherweise registrierte Warenzeichen.

Copyright © 2011 – Thomas Lellesch Alle Rechte vorbehalten.

Dieses Seite darf auch auszugsweise – nicht kopiert werden, es darf nicht vervielfältigt werden und darf in keiner Datenbank gespeichert werden. Sie haben keine Wiederverkaufsrechte. Alle sonstigen Rechte liegen beim Autor.

Einführung

Hollywood machte einen ziemlich schlechten Film zum Thema – Arachnophobie, aber für einige war der Film wirklich quälend – wenn sie ihn sich überhaupt angesehen haben. Die Besetzung war sicher erstaunlich: John Goodman (Roseanne), Kathy Kinney (Die Drew Carey Show), und Jeff Daniels (Dumm und Dümmer).

Aber ein Film ist nicht nötig, um die Menschen, die unter Spinnenangst oder Arachnophobie leiden, zu erschrecken. Spinnen können überall und nirgends sein. Dieser Umstand allein ängstigt jene, die an dieser Phobie leiden.

Gott hat die Spinnen nicht niedlich und kuschelig gemacht. Er machte sie nicht lustig oder gar interessant – zumindest finden das die meisten Menschen.

Schließlich kriechen sie nur irgendwie herum und lauern in dunklen Räumen, spinnen gelegentlich ein Netz, das man plötzlich im Gesicht hat, wenn man hindurchgeht. An Halloween, kann das großartig sein! Aber zu anderen Zeiten, ist es einfach nur ärgerlich.

Man darf auch nicht vergessen, dass einige Spinnen giftig sind. Die Medien machen uns immer wieder klar, wie gefährlich Giftspinnen sind und welche Auswirkungen der Biss einer Spinne auf den menschlichen Körper haben kann.

Denken Sie nur an die tödlichen Taranteln und andere Giftspinnen.

Vielleicht ist der Grund, warum die Leute Angst vor Spinnen haben der, dass sie überall sein können. Arachnophobie ist für viele Menschen eine sehr reale Angst.

Fast die Hälfte aller Frauen und immerhin 10 Prozent der Männer leiden unter Spinnenangst.

Angst vor Spinnen, wie auch andere Phobien, sind Beschwerden, die für viele Menschen sehr schwerwiegend sind. Sie wollen dieses Problem überwinden, um ein normales Leben führen zu können.

Sie wollen nicht schreien, wenn sie eine Spinne sehen, sondern sie wollen in der Lage sein, die Spinne mit einem Schuh oder ähnlichem zu entfernen. Aber das können sie nicht: zumindest noch nicht.

Doch es gibt Möglichkeiten, die Angst vor Spinnen zu überwinden. Lassen Sie uns einen kurzen Blick darauf werfen, warum die Menschen Angst vor Spinnen haben, wie sich Phobien entwickeln, wie man die Angst überwinden und ein zufriedenes Leben neben diesen achtbeinigen Kreaturen führen kann.

Was ist eine Phobie?

Phobie kommt aus dem Griechischen und bedeutet ―Angst. Es handelt sich um eine starke, andauernde Angst vor Situationen, Objekten, Aktivitäten oder Personen. Das wichtigste Symptom dieser Erkrankung ist der übertriebene, unangemessene Wunsch, das beängstigende Thema zu vermeiden. Wenn die Angst nicht mehr kontrolliert werden kann oder wenn sie das tägliche Leben beeinflusst, kann die Diagnose Angststörung gestellt werden.

Im Grunde sind Phobien also eine Art Angststörung, die mit Panik und Angst verbunden sind. Eine Studie des Nationalen Instituts für Mentale Gesundheit (NIMH) kam zu dem Schluss, dass zwischen 8,7% und 18,1% der Menschen unter einer Phobie leiden.

Aufgeschlüsselt nach Alter und Geschlecht, ergab die Studie, dass Phobien die häufigste psychische Erkrankung bei Frauen in allen Altersgruppen und die zweithäufigste Krankheit bei Männern ist, die älter als 25 sind.

Phobien betreffen Menschen jeder Altersgruppe, aus allen Gesellschaftsschichten und allen Teilen der Welt. Das Amerikanische Psychiatrische Institut für Forschung und Bildung (APIRE) hat berichtet, dass 7,8% der erwachsenen Amerikaner Phobien haben. Sie sind die häufigste psychische Erkrankung bei Frauen aller Altersgruppen und die zweithäufigste Krankheit bei Männern, die älter als 25 Jahre sind.

Phobien gehören zu den Angststörungen, zu denen auch Panikstörungen, posttraumatische Belastungsstörungen, Zwangsstörungen und generalisierte Angststörungen gehören.

Unrealistische oder übermäßige Angst vor Objekten oder Situationen sind psychische Störungen, die den Menschen das Leben schwer machen können.

Phobien sollten nicht mit Angst verwechselt werden. Angst ist eine weit weniger dramatische Empfindung als eine Phobie. Das Wort “Angst” bezeichnet ein Gefühl, das vor drohender Gefahr warnt, es stellt sich ein Zustand der Angst ein. Während die Angst Folge einer Phobie ist, handelt es sich nicht um eine Definition davon. Die Angst ist lediglich ein Symptom der Phobie.

Der Begriff ‘Phobie’ wird auch in nicht medizinischem Sinne für Abneigungen aller Art eingesetzt. Negative Einstellungen und Vorurteile gegenüber den genannten Gruppen werden mit diesem Begriff bezeichnet.

Man kann praktisch gegen alles eine Phobie entwickeln. Man kombiniert den Begriff Phobie – mit dem Thema, vor welchem der Patient Angst hat – Das Erstellen dieser Begriffe kann zu einer Art Wortspiel werden, einige dieser Begriffe sind in der medizinischen Literatur zu finden.

Viele Menschen beeinflussen mit ihren phobischen Ängsten auch die Familie und Freunde. Sie können klaustrophobisch sein (Angst vor geschlossenen Räumen haben), unter Agoraphobie leiden (Angst vor weiten Flächen oder Massen haben), hydrophob sein (Angst vor Wasser haben) oder genophob sein (Angst vor Sex haben). Die Liste kann sehr weit fortgeführt werden.

Es ist nicht übertrieben, zu sagen, dass die Mehrheit der Menschen eine irrationale Angst vor bestimmten Dingen oder Situationen hat, ohne notwendigerweise die diagnostischen Kriterien für eine Phobie zu erfüllen (irrationale Angst kann sich zu einer Phobie entwickeln, wenn sie beginnt den normalen Ablauf des Menschen zu stören).

Die häufigsten einfachen (spezifischen) Phobien, betreffen Insekten (Arachnophobie in diesem Fall), Mäuse, Reptilien und andere Tiere. Diese Phobien beginnen meist in der Kindheit und verschwinden oft auch ohne Behandlung.

Während wir technisch alles als Phobie bezeichnen können, ist die eigentliche Definition einer Phobie – Sie erinnern sich- eine irrationale Angst vor etwas, das keine körperlichen Schäden oder Verletzungen verursachen kann.

Zum Beispiel, die Angst vor Wattebällchen (ja, das gibt es) wäre technisch gesehen, eine wahre Phobie, weil Wattebällchen nicht schaden können.

Angst vor Löwen oder einem Hurrikan würden klassischerweise nicht als Phobie eingestuft, weil die Begegnung mit einem Löwen sehr gefährlich und zum Tod führen kann. Also was ist mit der Angst vor Spinnen?

Die Angst vor Spinnen ist real, aber ist sie irrational? Vielleicht. Schließlich sind wir Menschen wesentlich größer als unsere Nachbarn, die Spinnen. Können sie uns wirklich schaden? Ja, aber nur, wenn wir nichts von ihrer Anwesenheit wissen. Nun, es sei denn, es geht um eine Riesenspinne, wie im Film Tarantula.

Jedenfalls sollten wir keine Angst vor ihnen haben, auch wenn einige Spinnen giftig sind. Wir können die Angst aus unserem Leben verbannen und unbehelligt weiterleben.

Für Menschen, die unter Spinnenangst leiden, ist das leichter gesagt als getan, aber es ist die Wahrheit. Also, ja man kann die Angst vor Spinnen wirklich als Phobie einstufen. Wenn diese Menschen mit der beängstigenden Situation konfrontiert werden, reagieren sie mit einer starken und unmittelbaren Angstreaktion (Schwitzen, Herzklopfen, Blässe, Atemschwierigkeiten). Mit der Zeit kann die bloße Vorstellung des Objekts Angstsymptome hervorrufen und/oder eine Änderung des Lebensstils.

Das ist der Zeitpunkt, wo eine Phobie problematisch wird und eine Behandlung in Erwägung gezogen werden sollte. Es kann schwierig sein, herauszufinden, warum manche Menschen Angst vor bestimmten Dingen haben.

Wodurch werden Phobien verursacht?

Die Antwort ist schwieriger als man denkt. Angst ist eine Emotion, die sich aus Ungewissheit entwickelt. Und diese Ungewissheit entwickelt sich im Grunde genommen aus der wahrgenommenen Unfähigkeit zur Kontrolle. So gesehen erscheint das sehr einfach: Angst ist nicht real, Angst ist nur eine Wahrnehmung. Wenn wir doch nur selbst daran glauben könnten!

Über die Ursachen von Phobien ist noch vieles unbekannt. Möglicherweise besteht ein enger Zusammenhang zwischen Ihren Phobien und den Phobien, Ihrer Eltern. Kinder können Phobien erlernen, indem sie die phobische Reaktion eines Familienmitglieds auf ein Objekt oder eine Situation beobachten. Ein Beispiel für eine erlernte Phobie ist die Angst vor Schlangen.

Mädchen hat Angst vor Spinne - © pegbes - Fotolia.com

Mädchen hat Angst vor Spinne – © pegbes – Fotolia.com

Der stärkste Auslöser von Angst ist die Vorstellung des “Unbekannten”, d. h. wenn wir bestimmten Situationen gegenüberstehen oder sie durchleben, wissen wir nicht genau, was uns passieren wird und welchen Einfluss sie letztendlich auf uns haben werden. Oder manchmal nehmen wir das Ergebnis vorweg und stellen uns vor, was aus dieser Situation entstehen könnte. Dies ist meistens zehn Mal schlimmer als die reale Situation.

Phobien beginnen häufig durch einen plötzlichen Auslöser, ein kleineres oder größeres traumatisches Ereignis. Eine Phobie kann durch eine unangenehme oder beängstigende Erfahrung beginnen, die mit einem bestimmten Objekt oder einer bestimmten Situation verbunden ist. Diese Situation ereignet sich üblicherweise in der Kindheit und dauert fort bis ins Erwachsenenalter.

Dabei ist sie mit der Person fast so verbunden als wäre sie ein Teil von ihr.

Auch wenn dies die Ursache dafür sein kann und häufig auch ist, dass eine Person eine Phobie entwickelt, ist dies nicht der einzige Weg zum Beginn einer Phobie. Oft erzählen die Personen, dass eine Phobie unvermutet eintritt: Sie fängt irgendwann ohne erkennbaren Grund an und entwickelt sich schnell zu einem größeren Problem.

Das ist natürlich verwirrend, weil die betreffende Person keine Ahnung hat, warum sie phobisch geworden ist. Wie kann man das also erklären? Das ist nicht unbedingt einfach. Vielleicht gibt es latente Ängste, die zunächst nicht im Vordergrund stehen, aber später an die Oberfläche kommen.

Nehmen wir als Beispiel einen Jungen, der in der 7. Klasse ist, es handelt sich um ein beliebtes Kind. Alle Mädchen mögen ihn, die Jungs sind seine Freunde. Er ist der Liebling der Lehrer und ebenso beliebt bei den Freunden der Eltern.

All diese offene Akzeptanz könnte bei ihm zu einer latenten Angst vor Ablehnung führen, die ihm kognitiv nicht bewusst ist: eine Mentalität, die zu gut ist, um ewig zu dauern. Bei einem Erwachsenen könnte das dazu führen, dass soziale Beziehungen vermieden werden, auch in dem Bemühen, Gefühle zu schützen und keine Ablehnung erfahren zu müssen.

In der Tat entwickeln sich Phobien nicht ohne Grund, sie entwickeln sich aber oft ohne vernünftige Erklärung.

Eine lange Zeit mit anhaltendem Stress, ein ungelöstes Problem aus der Kindheit und Frustrationen können den Beginn einer Phobie markieren. Was noch wichtiger ist, wenn man die Ursache des Problems kennt, hilft das oft nicht, das Problem zu lösen, denn die Phobie hat unter Umständen wenig Bezug dazu.

Manche Leute glauben, dass Phobien aus dem natürlichen Wunsch des Körpers heraus entstehen, sich selbst zu schützen.

Unbewusstes oder emotionales Lernen findet statt, um uns zu schützen. Wenn der Mensch in Gefahr gerät, stellt der Körper/Geist den optimalen Zustand für das Überleben her “eine Panikattacke”.

Diese Art des Lernens hat nichts mit dem intellektuellen oder rationalen Lernen gemein. Wenn Sie eine Panikattacke rational einplanen könnten, wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

Diese Art Lernen findet auf emotionaler Ebene statt, so dass die Reaktion das ‗bewusste Denken‘ umgeht. In der Vergangenheit war eine unmittelbare phobische Reation auf ein Raubtier oder ein giftiges Tier sehr nützlich.

Wir wurden deshalb von der Evolution mit der Fähigkeit zu Phobie ausgestattet. In der komplexen Welt von heute ist dieser Lernmechanismus oft nicht geeignet, mit den Gefahren des Alltags fertig zu werden.

Nicht spezifische Phobien können entweder durch Panikattacken entstehen, oder wenn die Angst eines Menschen so stark ist, dass bereits Panik ausgelöst wird, wenn das Stressniveau nur ganz leicht angehoben wird.

Phobien sind für die Menschen, die darunter leiden, sehr real und sollten von Freunden und Familienangehörigen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Meine eigene Großmutter hat furchtbare Angst vor Katzen.

Wir haben zwei Katzen. Wir glauben zwar, dass ihre Angst völlig lächerlich ist – unsere Katzen sind wirklich süß – aber dennoch passen wir uns ihren Wünschen an und die Katzen dürfen nicht ins Haus, wenn sie zu Besuch ist.

Phobien gibt es tatsächlich schon sehr lange. Hier finden Sie einige interessante Tatsachen über Phobien und die Leute, die daran leiden.

Phobien geschichtlich gesehen

Zur Blütezeit der Philosophie, als die Medizin noch keine gut organisierte, heilende Disziplin war, litten die Leute häufig an solchen quälenden Störungen. Es war Aufgabe der Philosophen, diese Leiden zu heilen und die Ursachen davon zutage zu bringen.

In einer der ersten Interpretationen (der Pythagoras-Interpretation) werden Phobien als Reminiszenzen aus früheren Leben interpretiert (und man glaubte, dass sie eine religiöse Bedeutung hätten).

In der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts kam es jedoch in diesem Bereich zu einer massiven Veränderung. Die Psychiatrie entwickelte sich in dieser Zeit zu einer vollständigen medizinischen Disziplin.

Die Psychiater entdeckten die wahren Ursachen hinter den spektakulären psychischen Störungen und konnten viele Missverständnisse und falsche Vorstellungen in Zusammenhang mit Phobien beseitigen.

Diese Phase in der Geschichte der Phobie ist nicht nur interessant, sondern auch besonders bedeutsam. In diesem Stadium wurden die ursächlichen Faktoren hinter den verschiedenen Phobien identifiziert und die Psychiater waren zum ersten Mal in der Lage, den Leuten zu helfen.

Das Jahr 1966 sollte ein wichtiges Jahr in der Geschichte der Phobien werden. In diesem Jahr wurde die erste Organisation gegründet, die sich nur mit Phobien beschäftigte, man nannte sie ‗The Open Door‘. In der Zwischenzeit wurde die Organisation umbenannt in PAX – das lateinische Wort für Frieden. PAX steht für die Befreiung von Panikattacken & Angststörungen und steht für ein Leben ohne Angst.

Der griechische Arzt Hippokrates lebte mehr als 300 Jahre vor der Geburt von Jesus und beschrieb einen Mann, “… der durch Schüchternheit, Misstrauen und Ängstlichkeit, nicht gesehen wird … er glaubt jeder beobachtet ihn.” Diese Beschreibung einer sozialen Phobie ist fast zweieinhalb Jahrtausende alt!

Im Laufe der Geschichte gab es viele berühmte Phobiker:

  • Augustus Caesar…Angst vor Katzen.
  • König James I…Angst vor Schwertern.
  • König Henry III Frankreich… Angst vor Katzen
  • Feydeau (Französischer Dramatiker)…Morbide Angst vor Tageslicht
  • Sigmund Freud…..Angstsymptome, Reiseangst.

Und auch heute noch gibt es viele Prominente, die unter Phobien leiden:

  • Aretha Franklin (Sängerin)…Agoraphobie.
  • Joanna Lumley (Schauspielerin)…Angst vor Wasser
  • Ainsley Harriot (TV Chef)…Angst vor Schlangen
  • Ian Wright (TV Moderator)…Angst vor geschlossenen Räumen
  • Wendy Richard (Schauspielerin)…Angst vor Spinnen – Arachnophobie
  • Robson Green (Schauspieler)…Angst vor Wespen
  • Kim Basinger (Schauspielerin)…Agoraphobie
  • Phil Jupitus (TV/Radio Moderator/Komiker)…Angst vor Spinnen.

Aber was passiert mit der Person, die unter einer Phobie leidet?

Was geschieht mit den Phobikern?

Phobiker geraten typischerweise in Panik, wenn das Objekt oder die Situation, die ihnen Angst macht, eintritt, obwohl sie das Subjekt oder die Situation kennen (z. B. eine kleine Hausspinne), die nicht gefährlich ist. Wenn dies geschieht, bekommen die Phobiker eine Angst- oder Panikattacke.

Die allgemeinen Symptome einer Phobie sind wie folgt:

  • Panik, Angst, Entsetzen oder Furcht
  • die Angst geht über das hinaus, was als normal angesehen wird und steht in keinem Verhältnis zur tatsächlich drohenden Gefahr
  • automatische und unkontrollierbare Reaktionen, die die Kontrolle über den Menschen zu übernehmen scheinen
  • schneller Herzschlag, Atemnot, Zittern und der überwältigende Wunsch, der Situation zu entkommen
  • Es werden extreme Maßnahmen ergriffen, um das gefürchtete Objekt oder die Situation zu vermeiden

Zusätzlich zu den oben genannte Symptomen kann auch Schwindel, Desorientierung und übermäßiges Schwitzen, und Herzklopfen auftreten. Außerdem Übelkeit, das Gefühl außer Kontrolle zu geraten, Todesangst und das Gefühl, nicht mehr klar denken und sprechen zu können. Das sind Symptome von Panikattacken, und sie können sehr, sehr beängstigend sein.

Phobiker wissen, dass ihre Angst irrational ist, aber sie wissen auch, dass sie diese nicht kontrollieren können. Die Angst ist Teil ihres Lebens und Angst, die nicht behandelt wird, bleibt sie bestehen.

Arachnophobie – Die Angst vor Spinnen

Arachnophobie ist eine extreme, lähmende und anhaltende Angst vor Spinnen. Es ist keine rationale Angst vor Spinnenbissen, keine vernünftige Vorsicht, die es beinhaltet, alte Holzbalken zu meiden, wo bestimmte Spinnen sich gerne aufhalten, nicht die Weigerung eine Spinne als Haustier zu halten, sondern es geht um Panikattacken, hervorgerufen allein durch den Gedanken an Spinnen, Herzklopfen und Atemnot, wenn eine Spinne im Raum ist… eine Angst, die sich auf einem Niveau befindet, die eine Behandlung erforderlich macht, damit ein Leben ohne Zwanghaftigkeit oder Vermeidungsrituale möglich ist.

Arachnophobie - Die Angst vor Spinnen - © cassandrina - Fotolia.com

Arachnophobie – Die Angst vor Spinnen – © cassandrina – Fotolia.com

Arachnophobie ist tatsächlich die häufigste aller spezifischen Phobien. Wie bereits gesagt, fast die Hälfte der Frauen und 10 Prozent der Männer leiden unter dieser Angst. Eine mögliche Ursache in der hohen Prävalenz der Arachnophobie liegt womöglich in der europäischen Geschichte. Die Spinnen wurden irrtümlich mit der Pest im zehnten Jahrhundert in Verbindung gebracht. Mit anderen Worten, die Ursprünge der Arachnophobie stammen aus Zeiten der Pest (mit historischer Grundlage), diese unbegründete Angst wurde in europäischen Familien auf kultureller Basis weitergegeben.

Einige Kulturen verehren die Spinne als Teil ihrer Schöpfungsmythen oder betrachten sie als gutes Omen oder Symbole des Wohlstands. In anderen Kulturen werden Spinnen sogar gegessen. Ja, in einigen Ländern werden Spinnen sogar als kulinarische Köstlichkeit betrachtet! Diese Phobie kann allein beim Gedanken, oder manchmal sogar dem Bild einer Spinne ausgelöst werden.

Ein schwerer Fall von Arachnophobie unterscheidet sich stark von den Symptomen, wenn man nur keine Spinnen mag. Viele Menschen, die Angst vor Spinnen haben, bekommen Panikattacken, bereits wenn die Möglichkeit besteht, dass irgendwo Spinnen vorhanden sein könnten.

Diese Angst vor Spinnen kann dazu führen, dass ein Mensch, sich entscheidet an einem bestimmten Ort zu leben, in eine bestimmte Gegend in die Ferien zu fahren. Er wählt sogar Sportarten oder Hobbys entsprechen.

Oft wird diese Angst von einem beängstigenden Vorfall in der Kindheit verursacht. Viele Leute glauben, dass ein solches beängstigendes Ereignis zu einer lang andauernden Tortur führen muss. Manche Leute können sich nicht einmal daran erinnern, welches Ereignis zu ihrer Phobie geführt hat. Unser Gehirn kann bereits nach einem Augenblick der Panik eine Phobie schaffen.

Die Angst vor Spinnen hat ihre Wurzeln tief in der griechischen Mythologie. “Arachnophobie” kommt aus dem Griechischen “Arachne” für “Spinne” und “Phobos” bedeutet “Furcht”.

Arachne war ein schönes griechisches Mädchen. Sie lernte das Weben bei der Göttin Athena und war außerordentlich geschickt. Wenn ihre Fähigkeiten später gelobt wurden, bestritt sie von Athena ausgebildet worden zu sein. Athena warnte Arachne vor ihrem Hochmut, doch Arachne zeigte keine Einsicht.

Athena forderte Arachne zu einem Wettstreit im Weben auf. Arachne stellte Portraits der Götter her, die sie bei unanständigen Handlungen zeigten. Athena und Arachne stellten ihre Arbeiten in kürzester Zeit fertig, aber die Arbeit von Arachne war wesentlich besser als die von Athena.

Athena war wütend, dass eine normal Sterbliche sie im Wettstreit geschlagen hatte und die Götter in respektloser Weise porträtiert hatte. Sie schlug ihre Konkurrentin zu Boden. Arachne erhängte sich daraufhin.

Als Athena bemerkte, was sie getan hatte, bedauerte sie es und sprühte eine magische Flüssigkeit auf Arachne, worauf sich Arachne in eine Webspinne verwandelte, so dass sie bis in alle Ewigkeit weben konnte.

Arachnophobie hat tatsächlich historische und kulturelle Ursachen. In den meisten Teilen Europas galten Spinnen während des Mittelalters als eine Quelle der Verunreinigung, die Giftstoffe aus ihrer Umgebung aufnehmen (z. B. von Pflanzen). Alle Lebensmittel, die in Kontakt mit einer Spinne gekommen waren, galten als infiziert. Gleiches wurde angenommen, wenn eine Spinne ins Wasser fiel, das Wasser galt dann als vergiftet.

Man glaubte Spinnen wären Boten der Pest und des Todes. Die Europäer glaubten, Spinnenbisse würden viele Krankheiten verursachen. Obwohl ihre Bisse Unbehagen verursachten, waren sie in Wirklichkeit keine tödliche Bedrohung. Die Angst vor der Pest hatte die Wahrnehmung der Leute getrübt, und ihre Angst und der Ekel vor Spinnen machte es leicht, zu glauben, dass Spinnen an der Pest schuld waren.

In der Tat wurden die meisten Krankheiten, durch andere Probleme verursacht. Viele Spinnen waren in den gleichen Bereichen des Hauses zu finden, wo auch Ratten lebten. Die Flöhe auf diesen Ratten waren die eigentlichen Träger der Pest. Kulturen außerhalb Europas verehrten Spinnen als Symbole für Glück und Weisheit.

Neuere Studien zeigen, dass Angst vor Spinnen eng mit Ekel assoziiert ist.

Es ist nicht bekannt, warum Spinnen mit dieser Reaktion in Zusammenhang gebracht werden, obwohl bei Prüfung der einschlägigen historischen Literatur eine enge Verbindung zwischen der Spinne und Krankheiten in den europäischen Kulturen ab dem zehnten Jahrhundert offensichtlich wird.

Die Entwicklung dieser Assoziation zwischen der Spinne und Krankheiten scheint eng mit den vielen verheerenden, und zu diesem Zeitpunkt unerklärlichen Epidemien, im mittelalterlichen Europa verknüpft zu sein.

In vielen Gebieten Europas war die Spinne ein geeignetes Ziel für die Ängste, welche durch diese ständigen Epidemien verursacht wurden, in anderen Fällen, könnte die Nähe zu den wirklichen Ursachen der Seuchen Assoziationen zwischen Spinnen und Krankheit gefördert haben.

Die Angst der Europäer und ihrer Nachfahren vor Spinnen scheint von den meisten Menschen in außereuropäischen Kulturen nicht geteilt zu werden und deshalb scheint die Spinnenangst nicht im menschlichen Genpool verankert zu sein, der unabhängig von der Kultur ist.

Warum also ist diese Phobie so häufig? Niemand weiß genau, warum sich Phobien entwickeln, vor allem vor Spinnen. Es gibt immerhin viele kleine dunkle zappelige Insekten, welche die meisten Menschen nicht schrecken. Was ist es also, das uns eine so schreckliche Furcht einflößt?

Man sagt, eine schwangere Frau würde ihre Angst vor Spinnen an ihr ungeborenes Kind weitergeben, wenn sie panisch reagiert. Diese Angst beginnt sich sicher in der Kindheit zu entwickeln, aber es ist weitaus wahrscheinlicher, dass die Angst vor Spinnen ein kulturelles Problem ist.

Während der Kindheit erleben wir viele unerwartete Dinge, die uns erschrecken können. Wir müssen lernen, wann wir erschrecken dürfen und wann nicht. Unsere Gesellschaft akzeptiert es als “normal”, wenn ein Kind Angst vor Spinnen hat, hätte es aber beim Anblick eines kuscheligen Teddybären Angst, würde man sagen, es soll nicht so dumm sein.

In ähnlicher Weise wird auch die Angst vor Käfern gesehen, wenn ein Käfer rot ist, mit schwarzen Flecken, dann wird er als harmloser und süßer Marienkäfer eingestuft. Die meisten Kinder können ihre Angst ablegen, wenn sie lernen, rational zu handeln, aber manchmal bleibt sie auch bis ins Erwachsenenalter erhalten.

Aber es gibt noch viele andere Theorien. Manche Leute beschreiben Spinnen als besonders beängstigend weil sie lautlos kriechen und sich bewegen oder einfach nur schauen. Und die Spinnen haben eine sehr merkwürdige Eigenschaft – sie scheinen von uns zu wissen, im Gegensatz zu anderen Insekten, die unsere Präsenz nicht zu bemerken scheinen.

Vor ewigen Zeiten, als der Mensch sich im Herz von Afrika entwickelte, waren giftige Spinnen eine reale Bedrohung. Diejenigen, die die Spinnen von Natur aus fürchteten, hatten einen evolutionären Vorteil, weil sie seltener gebissen wurden und mit größerer Wahrscheinlichkeit überlebten.

Doch wie sich die Angst vor Spinnen entwickelte, wird nie ganz geklärt werden können, ebenso wie bei vielen anderen Phobien. Diejenigen, die unter dieser Furcht leiden, wissen, dass diese Furcht sie festhalten kann und sie keine Möglichkeit haben, ihr zu entkommen. Glücklicherweise gibt es aber Möglichkeiten, diese Phobie zu überwinden.

Wie Sie ihre Ängste überwinden können

Warum sollte man eine Phobie behandeln? Menschen mit unbehandelten Angststörungen können nach Angabe der Forschungsgruppe “American Psychological Association” anfälliger sein, für andere psychische Störungen, wie Depressionen. Die Gruppe stellte außerdem fest, dass die Beziehungen mit Familienmitgliedern, Freunden und Mitarbeitern belastet werden können und die Arbeitskraft beeinträchtigt werden kann, wenn man an unbehandelten Angststörungen leidet.

Vor zweitausend Jahren sagte der römische Philosoph und Dramatiker, Seneca: “Nichts ist schrecklich, an den Dingen, nur die Furcht selbst”. Alle Ängste können überwunden werden. Wenn man dieses Ziel erreichen will, muss man zunächst in der Lage sein, sich einzugestehen, dass man Angst hat. Viele Menschen scheitern an dieser Hürde, weil es ihnen entweder zu peinlich ist oder sie sind zu stolz, zuzugeben, dass sie Angst vor bestimmten Dingen haben.

Manchmal kann Angst als ein Zeichen des Versagens und der Schwäche angesehen werden, jedoch ist es mutiger, sich Angst einzugestehen, als Probleme zu leugnen oder es zu vermeiden, diese Gefühle zuzulassen. Angst ist eine natürliche menschliche Regung und sie ist zu unserem Schutz da, deshalb ist es völlig normal, Angst zu haben.

Wenn wir die Angst erkennen und akzeptieren, versetzen wir uns in die Lage, die Kontrolle zu übernehmen. Wir sind bereit, die Angst in eine positive, konstruktive Kraft zu verwandeln, indem wir ihr durch Handeln begegnen. Robert Louis Stevenson sagte, “Man kann vor der Schwäche nicht wegrennen; man muss sich mit ihr auseinander setzen oder untergehen und wenn dem so ist, warum sollte man das nicht jetzt tun?”

Wie? Die einzige Möglichkeit ist, sich ihr zu stellen! Oh, das ist schwer und es dauert eine lange Zeit. Vertrauenswürdige Menschen müssen gefunden werden, um zu helfen – Menschen, die nicht ungeduldig sind. Sie sind dünn gesät. Und es werden viele Fehler gemacht. Aber jeder Versuch ist ein kleiner Schritt auf dem Weg zum Erfolg, weil Scheitern besser ist, als das Thema zu vermeiden!

Und es geschieht noch etwas anderes. Immer wenn Sie der Angst durch Handlungen begegnen, entwickeln Sie bestimmte Problemlösetechniken. Sie erlernen Fähigkeiten, die sie in Ihrem “Leben nach der Angst” gut gebrauchen können! Und Sie werden eine gute Zeit erleben, wenn Sie sich dazu entschlossen haben, Ihre Probleme anzugehen. Wir alle haben Probleme, die wir lösen müssen — in jeder Phase unseres Lebens. Vom Kindesalter bis ins hohe Alter, wir erleben Unsicherheiten und müssen Lösungen für die Probleme finden, die diese Unsicherheiten mit sich bringen.

Wenn Sie es geschafft haben Problemlösetechniken zu entwickeln, haben Sie eine Fähigkeit, welche die Basis ist für alle Arten des Erfolgs. Wie wir bereits erwähnt haben, müssen Sie eine vertrauenswürdige Person finden, die Ihnen hilft, der Angst zu begegnen. Vertrauen Sie Ihre Ängste nur den Menschen, denen Sie trauen. Diese Menschen können Ihnen helfen indem Sie mit ihnen gemeinsam Ihre Ängste besprechen und aufarbeiten.

Wenn Sie sich Ihre Angst eingestanden haben, ist der nächste Schritt, diese aufzuarbeiten und zu analysieren. Es gibt einen Grund für alles, was im Leben geschieht, genauso gibt es auch Gründe, warum wir vor bestimmten Dingen Angst haben.

Ängsten muss man ganz gezielt begegnen, wenn man nicht ständig darunter leiden, sondern in Frieden leben will, und dass kann man tun, wenn man die Wurzel des Problems anpackt. Wenn Sie bestimmen können, was Ihre Angst verursacht, umso einfacher ist es, das Problem zu lösen.

Wappnen Sie sich, besorgen Sie sich so viel wie möglich Informationen. Wenn Sie mit der Spinnenangst umgehen wollen, so müssen Sie sich intensiv mit diesem Tier beschäftigen und sich klar machen, dass die Spinne ein Geschöpf der Natur ist. Schauen Sie Bilder an, beobachten Sie ihre Netze und versuchen Sie, sie mit anderen Augen zu sehen.

Gehen Sie bewusst an Orte, wo Sie wissen, dass dort Spinnen sind – alte Scheunen, Keller, Hütten am See, usw. Wenn sich dann eine Spinne zeigt, sollte man die erste Panikreaktion analysieren und ebenso das, was die Spinne macht. Diese direkte Konfrontation sollte man aber erst herbeiführen, wenn man sich genau mit Spinnen und ihren Eigenschaften auseinandergesetzt hat.

Mit diesem Wissen ist man dann gewappnet und kann die Panik steuern und einen Nutzen aus ihr ziehen, damit sie nicht GEGEN sondern FÜR einen arbeitet– und es funktioniert! Wenn man mehr über die Kreatur lernt, vor der man sich fürchtet, ist man in der Lage sie in einem anderen Licht zu sehen und kann sich selbst heilen.

Bringen Sie Ihre Ängste auf Papier. Wenn sie diese geschrieben sehen, erscheinen sie viel kleiner, als wenn sie in ihrem Kopf herumschwimmen! Schreiben Sie eine positive Botschaft als Antwort auf ihre Angst. Notieren Sie diese auf einem Zettel und legen sie ihn neben sich, bei der Arbeit, in der Schule, als Mantra, an das sie sich immer wieder erinnern.

Auf das gleiche Stück Papier, können Sie die Schritte aufschreiben, die sie ergreifen wollen, um sicherzustellen, dass Ihre Angst nicht Ihr ganzes Leben bestimmt. Denken Sie an das Sprichwort, “Angst ist das Fehlen eines Plans; Aktion ist eines der besten Gegenmittel.”

Auch wenn Sie versuchen können, Ihre Phobie selbst anzugehen, empfehlen die meisten Experten, professionelle Hilfe von ausgebildeten Therapeuten in Anspruch zu nehmen. Die Behandlung ist nicht kompliziert und kann erfolgreich in nur 10 Sitzungen absolviert werden.

Bevor Sie eine Behandlung beginnen, müssen sie einige wichtige Punkte bestimmen:

  • Woher kommt die Angst; wie und wann hat sie begonnen (traumatisches Erlebnis oder erlerntes Verhalten?)
  • Welches sind die Situationen/Reize, welche die phobische Reaktion auslösen (machen Sie eine Liste)
  • Welche Leute oder Objekte helfen Ihnen, sich dem Reiz zu stellen
  • Welche Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf, bevor Sie sich mit dem Reiz auseinandersetzen
  • Wie ist Ihre Reaktion/Verhalten, wenn Sie dem Reiz ausgesetzt sind
  • Was erwarten Sie; was könnte im schlimmsten Fall passieren, wenn Sie dem Reiz ausgesetzt sind?

Schreiben Sie Ihre Antworten zu diesen Punkten auf. Der Zweck dieser Fragen ist, die Ursachen für die Angst zu finden, aber nicht nur die Gründe, sondern auch die Situationen, welche zur Angst führen. Wenn Sie diese Punkte alle bearbeitet haben, können Sie Ihre Angst noch spezifischer bekämpfen. Lassen Sie uns zuerst die systemische Desensibilisierung betrachten und was sie bedeutet.

Systemische Desensibilisierung/Expositionstherapie

Das ist die älteste und bekannteste Behandlung von Phobien zur Bewältigung der Angst. Das Ziel ist, die Gewöhnung an die beängstigende Situation. Zunächst wird der Patient schwächeren Reizen ausgesetzt, gleichzeitig wird ein Entspannungstraining zur systematischen Verminderung der Angst durchgeführt. Das Grundprinzip ist wie folgt:

  • Phobien wurden erlernt und können somit auch wieder verlernt werden

Entspannung und Ängste sind grundsätzlich unvereinbar, wenn Sie sich entspannen, schwindet die Angst. Systemische Desensibilisierung, auch bekannt als Expositionstherapie ist eine Art kognitive Verhaltenstherapie, die in etwa 75 % aller Fälle Erfolg zeigt, berichtet die Forschungsgruppe “National Institute of Mental Health”.

Die Expositionstherapie wird als eine der besten Möglichkeiten empfohlen, Ihre Angst zu überwinden. Um etwas im Leben meistern, ist es zunächst notwendig, daran zu denken und es dann in der Praxis tatsächlich zu tun. Denken Sie daran, wie es war, als Sie Autofahren gelernt haben. Je mehr Sie geübt haben, umso besser wurden Sie.

Das ist die Grundlage der Expositionstherapie. Sie müssen die Situation erleben und auf eine andere Art darüber nachdenken, setzen Sie andere Fähigkeiten und Kenntnisse ein, um Ihre Angst zu bewältigen, und dann denken Sie darüber nach, wie es gelaufen ist.

An dieser Stelle wollen wir eine Warnung aussprechen. Manche Studien kommen zu dem Schluss, dass der Phobiker sich dem Reiz möglichst bald aussetzen sollte. Bei manchen Leuten funktioniert das, bei anderen nicht. Wenn Sie zuerst die Fähigkeiten und Kenntnisse der kognitiven Therapie lernen und versuchen herauszufinden, woher Ihre Angst wirklich kommt, bevor Sie sich dem Reiz aussetzen, dann führt das oft zu besseren Ergebnissen und sie haben das Gefühl der Kontrolle, so dass die Angst einfach geringer ist.

Wenn Sie Angst haben, sollten Sie dieser zunächst gedanklich begegnen (realistisches Denken / Kompetenzen der kognitiven Therapie), und zweitens müssen Sie sich in die Situation versetzen, die Ihnen Angst macht. Dieser Teil heißt Expositionstherapie.

Im Allgemeinen ist die Expositionstherapie mit Reaktionsprävention wahrscheinlich eine der wirksamsten Behandlungen. Es ist eine ziemlich einfache Art der Behandlung. Einige Leute haben bereits auf eigene Faust damit begonnen.

Expositionstherapie bei Spinnenangst - © j.o.photodesign - fotolia.com

Expositionstherapie bei Spinnenangst – © j.o.photodesign – fotolia.com

Die Expositionstherapie ist eine Therapie, wo die Person, den Ursachen ihrer Angst ausgesetzt wird. Der Prozess beginnt üblicherweise durch die schrittweise Einführung des Patienten in die gefürchtete Situation und hilft ihm konstruktive Antworten auf seine Angst zu finden. Am Anfang kann ein Patient, mit schwerer Arachnophobie (Angst vor Spinnen) kaum über die “Wesen mit acht Beinen” sprechen und am Ende kann er eine Spinne wegfegen.

Die Therapie ist sehr systematisch. Zuerst notieren Sie sich Situationen, wo Spinnen für Sie erschreckend sind und dann kategorisieren sie diese von ‚wenig erschreckend‘ bis ‚sehr beängstigend‘. Sie sollten auch eine wirksame Entspannungstechnik erlernen, um mit diesen Situationen umzugehen.

Dann sollte man die Situation gedanklich auf dem niedrigsten Niveau der Liste bewältigen und gleichzeitig versuchen, sich zu entspannen. Allmählich wird die Angst nachlassen. Sie bleiben auf dem gleichen Niveau, bis die Angst, die durch den Reiz hervorgerufen wird, erträglich ist. Dann gehen Sie zur nächsten Stufe und arbeiten sich nach oben, bis zum stärksten Reiz. Diese Übungen können gedanklich erfolgen als auch in der Realität.

Der letzte Schritt ist die schrittweise Exposition. Dieser Schritt wird ohne Entspannungsübungen gemacht. Mit der Unterstützung einer vertrauenswürdigen Person, setzen Sie sich einer echten phobischen Situation aus. Wieder gehen Sie Schritt für Schritt vor, zuerst mit dem schwächsten Reiz, bis die Angst nachlässt, dann mit stärkeren Reizen.

Sie können bei der Expositionstherapie mit Bildern von Spinnen arbeiten. Beginnen Sie mit dem Bild einer Spinne, das nicht so bedrohlich ist, zumindest sollten Sie in der Lage sein, es anzusehen und sich vorstellen können, die Situation real zu bewältigen!

Die Patienten lernen auch, wie ihre Denkmuster dazu beitragen, die Angst zu verstärken und wie eine Änderung der Gedanken zu einer Abschwächung der Symptome führt. Zur gleichen Zeit, ist das Bewältigen der Angst häufig Bestandteil der Expositionstherapie, wobei die Patienten Entspannungstechniken kennenlernen und lernen richtig zu atmen.

Wir behandeln die Bewältigung von Angst noch in einem separaten Kapitel und wie man mit einer Panikattacke umgeht. Mit wirksamen Bewältigungstechniken können Sie Ihre Angst viel besser überwinden.

Wenn Sie Situationen vermeiden, weil Sie Angst haben, wird es immer schwieriger, Ihre Angst zu überwinden. Wenn Sie etwas vermeiden, überzeugen Sie sich selbst unbewusst, dass es einen sehr guten Grund gibt, das zu tun. Wenn Sie solche Situationen vermeiden, wird es Ihnen nicht helfen, Ihre Angst zu überwinden. Je öfter Sie etwas tun, umso leichter wird es, von Mal zu Mal.

Hier sind einige hilfreiche Tipps, die Sie bei der Expositionstherapie beachten können:

  1. Gehen Sie Ihren Weg Schritt für Schritt. Gehen Sie zuerst einen kleinen Schritt und dann den nächsten, bis Sie irgendwann Situationen bewältigen, die für Sie sehr erschreckend sind.
  2. Stellen Sie sich der Situation und versuchen Sie nicht, ihr zu entkommen, wenn die Angst Sie überfällt. Wenden Sie einige der anderen Techniken an, wie zum Beispiel rationales Denken, Atmen und Entspannung. Wenn es absolut nicht mehr anders geht, können Sie natürlich gehen – in diesem Fall, sollten Sie es so bald wie möglich, noch einmal versuchen. Es gibt auch noch die Möglichkeit, dass Sie sich der Situation aus größerer Entfernung stellen, anstatt den Ort komplett zu verlassen.
  3. Etwas nur einmal zu tun, kann noch nicht als Fortschritt gedeutet werden! Je öfter Sie etwas tun, um so wohler werden Sie sich dabei fühlen (je mehr Techniken Sie umsetzen, desto größer ist die Fähigkeit, Ihre Angst zu kontrollieren)
  4. Es wird Höhen und Tiefen geben. Diese sind Teil des Lebens und manchmal hat man keinen guten Tag. Versuchen Sie an schlechten Tagen nicht, ein negatives Selbstbild aufzubauen, indem Sie sich einreden, dass Sie nichts wert sind. Akzeptieren Sie es, so wie es ist – als einen Tag, der nicht so gut läuft! Setzen Sie Ihre Ziele etwas niedriger, bis Sie sich stärker und zuversichtlicher fühlen.
  5. Versuchen Sie, sich Vermeidungsstrategien bewusst zu machen. Wenn Sie etwas nicht tun, vor dem Sie Angst haben, machen Sie es sich nur noch schwerer. Vermeidung ist nur eine Entschuldigung und Ihre Ängste sind weiterhin vorhanden. Wenn Sie sich mit der Angst einmal genauer beschäftigt haben, wissen Sie, dass Sie es sind, der die Angst kontrolliert, Sie können die Angst verringern und beherrschen. Sie müssen nur ein wenig üben (und Geduld haben!!!)

Es ist auch wichtig, die subtile Vermeidung zu überwinden, wenn man seine Angst besiegen will. Wenn Sie zum Beispiel auf eine Party gehen und nur mit wenigen Leuten sprechen, die Sie gut kennen, vermeiden Sie es neue Menschen kennen zu lernen. Oder Sie fahren zehn Kilometer um einzukaufen, anstatt das große Einkaufszentrum in der Nähe zu besuchen.

Flooding

Bei dieser Behandlungstechnik wird die Person dazu angeleitet, sich die am schlimmsten mögliche Angst auslösende Symptomatik vorzustellen und sich selbst in die damit einhergehenden Gefühle und Erlebnisse hinein zu steigern, bis die Angst abnimmt. Hier müssen die Patienten sich die gefürchtete Situation lange genug vorstellen, bis sie sehen, dass keine der gefürchteten Folgen tatsächlich eintritt.

Diese Art der Behandlung ist sehr intensiv und nicht alle Phobiker können so behandelt werden. Flooding sollte nur von einem ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden, um einer Reaktion, die vom Patienten nicht verarbeitet werden kann, entgegenzuwirken.

Kognitive Verhaltenstherapie

Die Expositionstherapie ist ein Teil der kognitiven Verhaltenstherapie, die der Oberbegriff für die Art der Behandlung ist. Basis der kognitiven Verhaltenstherapie ist dem Patienten Informationen zur Verfügung zu stellen, sowohl über das, was ihm Angst macht und wie die Angst überwunden werden kann. Hier wird mit Fakten und realitätsbezogenen Techniken gearbeitet.

Die kognitive Verhaltenstherapie kombiniert zwei sehr wirkungsvolle Arten der Psychotherapie – die kognitive Therapie und die Verhaltenstherapie. Die Verhaltenstherapie hilft Ihnen, die Verbindungen zwischen den beängstigenden Situationen und Ihren Reaktionen darauf, zu schwächen. Diese Reaktionen können Angst, Depression oder Wut sein und unsinniges schädliches Verhalten.

Außerdem lernen Sie, wie Sie Ihren Körper und Geist beruhigen, so dass Sie klarer denken und bessere Entscheidungen treffen können. Die kognitive Verhaltenstherapie zeigt Ihnen, wie bestimmte Denkmuster Ihre Symptome hervorrufen — diese Denkmuster geben Ihnen ein verzerrtes Bild von dem, was in Ihrem Leben vorgeht und Sie fühlen sich ängstlich, deprimiert oder wütend, ohne wirklichen Grund oder es führt dazu, dass Sie unsinnige Handlungen ausführen.

Bei Kombination der Verhaltenstherapie und der kognitiven Therapie haben Sie eine gute Chance, Ihre Symptome zu stoppen und Ihr Leben dauerhaft befriedigender zu gestalten.

Die beiden mächtigsten Mittel zur konstruktiven Veränderung sind wie folgt: (abgesehen von Medikamenten)…

  • Änderung der Denkweise – die Gedanken, Überzeugungen, Ideen, Einstellungen, Vorstellungen und die Aufmerksamkeit auf Positives zu lenken. Das ist der kognitive Aspekt der kognitiven Verhaltenstherapie.
  • Dem Menschen helfen, die Herausforderungen und Chancen in seinem Leben klar und ruhig anzunehmen – und dann Maßnahmen zu ergreifen, die zu wünschenswerten Ergebnissen führen. Dies ist der Verhaltensaspekt der kognitiven Verhaltenstherapie.

Mit anderen Worten, konzentriert sich die kognitive Verhaltenstherapie genau auf das, was bei traditionellen Therapien eher ausgelassen wird – wie man positive Veränderungen erzielen kann, im Gegensatz zu bloßen Erklärungen des Geschehens.

Es ist allgemein bekannt, dass die kognitive Verhaltenstherapie nur von einer ausgebildeten Fachkraft durchgeführt werden sollte. Sie wird allgemein zur Behandlung von Depressionen und Angstzuständen angewandt, kann aber auch bei Arachnophobie sowie anderen Phobien angewandt werden. Hier sind ein paar Techniken, die Sie versuchen können:

  1. Unterscheiden Sie zwischen Gedanken und Gefühlen. Machen Sie eine Liste Ihrer Gedanken in Bezug auf Spinnen und dann schreiben Sie neben jedem Gedanken, die Gefühle auf, die diese Gedanken begleiten (z. B. Gedanke: Die Spinne wird mich beißen; Gefühl: Angst, Panik).
    Gedanken können Gefühle erzeugen und verstärken. Durch die Unterscheidung der beiden, können Sie Ihre Gefühle besser steuern und Ihre Angst überwinden.
    Lernen Sie, Ihre Reaktionen zu verändern. Auch hier brauchen wir eine Liste! In einer Spalte schreiben Sie eine Situation auf (Es ist eine Spinne in der Badewanne). Dann notieren Sie, wie Sie sich dabei fühlen (Angst). In der dritten Spalte schreiben Sie auf, wie Ihre normale Reaktion wäre (davonlaufen). Die vierte Spalte ist für eine alternative Verhaltensweise (die Spinne töten).
    Sie werden überrascht sein, zu wie vielen alternativen Verhaltensweisen Sie in der Lage sind, wenn Sie mit einer Spinne zu tun haben. Mit diesen Alternativen, können Sie versuchen, Ihre Verhaltensweisen zu ändern.
  2. Erfahren Sie, dass es sich bei einem Gedanken nicht um eine Tatsache handelt. Manche Leute glauben, dass es sich bei ihren Gedanken um die Wahrheit handelt. Manche Gedanken sind wahr, aber nicht alle – nicht komplett! Zuerst identifizieren Sie den Gedanken (diese Spinne ist giftig). Nun, das kann natürlich gut sein, aber man sollte genauer nachforschen, bevor man sich zu voreiligen Schlüssen hinreißen lässt. Sehen Sie sich die Spinne an (Ich weiß, das kann für manche Leute sehr schwer sein) und versuchen Sie mit allen Möglichkeiten die Ihnen zu Verfügung stehen, genau festzustellen, um welche Art es sich handelt. Wenn Sie ruhiger geworden sind, werden Sie vielleicht feststellen, dass es sich um eine völlig harmlose Spinne handelt. Dann werden Sie sicher feststellen, dass die Angst verschwindet.

Wie wir bereits festgestellt haben, funktioniert die kognitive Verhaltenstherapie am besten, wenn Sie von einem Therapeuten durchgeführt wird. Es hängt auch davon ab, wie intensiv die Furcht ist und wie stark sie Ihr Leben beeinträchtigt, ob ein Therapeut notwendig ist. Versuchen Sie die oben genannten Techniken und prüfen Sie, wie Sie damit klarkommen und treffen Sie dann Ihre Entscheidung.

Hypnose

Während die Hypnose einst als neuartige Behandlung betrachtet wurde, wird sie heute immer beliebter, um Dinge, wie Rauchen, Gewichtszunahme und Stress zu überwinden.

In leichten Fällen, wo der Betroffene die Auslöser kennt, aber seine Reaktionen besser steuern will, kann posthypnotische Suggestion helfen, die Atmung zu kontrollieren, den Herzschlag verlangsamen und eine entspannte Haltung ermöglichen. Das erlaubt ihnen, das Problem ruhig und vernünftig anzugehen.

Schwerere Fälle sind oft die Folge einer traumatischen Kindheit. Meistens kann das Ereignis nicht mehr durch das Bewusstsein abgerufen werden, befindet sich aber noch im Unterbewusstsein. In diesen Fällen wird der Hypnotherapeut unter Umständen versuchen, den Patienten in die Kindheit zu versetzen.

Diese Technik ist eine der stärksten Techniken, die dem Hypnotherapeuten zur Verfügung steht. Mit dieser Therapieform kann der Patient in die Kindheit versetzt werden und das Ereignis aus objektiver Sicht untersuchen, das ursächlich für seine Angst verantwortlich ist. Wenn die Ursache aufgedeckt ist, wird die Angst vor Kontrollverlust eliminiert.

Sie brauchen in der Regel einen Hypnotherapeuten für diese Art der Therapie, aber es gibt Seiten im Internet, die Hypnosesitzungen zum Download gegen Gebühr anbieten.

Virtuelle Realitätstherapie

Wir befinden uns im 21. Jahrhundert, deshalb ist es nur natürlich Phobien und Ängste mit neuzeitlicher Technik zu behandeln. In Wirklichkeit erweist sich virtuelle Realität als sehr effektiv bei der Behandlung von Phobien – insbesondere bei der Arachnophobie.

Therapie gegen Spinnenangst - © PhotoSG - fotolia.com

Therapie gegen Spinnenangst – © PhotoSG – fotolia.com

Dies ist eine Therapie, die Sie nicht auf eigene Faust machen können. Sie müssen sich einen Therapeuten suchen, der diese Behandlung anbietet, da es die Installation einer virtuellen Realität erfordert. Jedoch können wir über die Grundlagen sprechen und wie es funktioniert.

Virtuelle Realität (VR) ist eine Expositionstherapie in einer virtuellen Umgebung, die sicherer ist, als die reale Welt. Außerdem können Situationen geschaffen werden, die im realen Leben schwer zu finden sind und die Gefahr kann realistisch dargestellt werden.

Einige Experimente haben bewiesen, dass die VR ein nützliches Hilfsmittel bei der Behandlung von spezifischen Phobien wie Höhenangst, Angst vor Spinnen, Flugangst und Platzangst sowie Platzangst ist.

Doch die meisten Untersuchungen, hinsichtlich der VR Exposition bestehen aus einzelnen Fallstudien und man muss daran denken, dass kontrollierte Studien notwendig sind, um die Schlussfolgerungen der Fallstudien zu unterstützen. Die Forschung in diesem Bereich steckt noch in den Kinderschuhen, geht aber zügig voran.

Die Therapie besteht aus ein paar Sitzungen mit einem Psychologen, dort wird die Ursache der Angst bestimmt. Der Teil der Therapie, der sich auf die virtuelle Realität bezieht, beginnt nachdem die Phobie ausreichend geklärt wurde.

Auf einer Plattform, ausstattet mit einem Kopfhörer wird der Patient in eine von Computern erzeugte Umgebung versetzt. Die reale Umgebung wird reproduziert. Ein digitales Video der Realität wird in die virtuelle Umgebung integriert, um ein Gefühl für die Realität zu fördern. Der Prozess der Gewöhnung wird verwendet, um Patienten zu helfen, ihre Angst zu beherrschen.

Die Gewöhnung tritt bei längerer Exposition ein. Die Therapie beginnt im virtuellen Raum. Dann wird der Reiz (die Spinne) weit entfernt gezeigt und kommt langsam näher. Es ist wie wenn ein kleines Kind seine ersten Schritte geht. Wenn der Patient sich langsam an den Raum und den Reiz gewöhnt, wird die Angstreaktion des Körpers immer schwächer.

Der Kopfhörer wird an einen Computer angeschlossen und Sensoren am Kopf befestigt, wenn der Benutzer seinen Kopf dreht, kann er sich umsehen. Die Kopfhörer simulieren die Umgebungsgeräusche. Die Plattform bewegt sich ebenfalls um die Situation realistischer zu machen.

Der Prozess beginnt mit weniger einschüchternden Szenen und wird schrittweise erschwert. Der Patient verbleibt in der Umgebung, bis die Angst weniger wird (Gewöhnung).

Insgesamt ist die Erfahrung überzeugend, aber immer noch nicht real. Aber für die meisten Menschen mit Phobien spielt das keine Rolle – die Situation ist real genug, um Ängste auszulösen.

Die Vorteile der virtuellen Realität sind sehr deutlich. Erstens kann der Therapeut sorgfältig kontrollieren, wie stark der Reiz in den einzelnen Sitzungen ist. Bei Flugangst, zum Beispiel, kann der Patient langsam jeden einzelnen Schritt eines Fluges durchgehen—vom Start zur Landung—über viele Sitzungen, bis die Patienten sich daran gewöhnt haben und sich wohl fühlen.

Dann ist da noch der Bequemlichkeitsfaktor und das Vertrauen, das dem Therapeuten entgegen gebracht wird: Ein Therapeut erklärt, “Ich kann einen Patienten der unter Angst in Aufzügen leidet, natürlich in einen richtigen Aufzug mitnehmen, aber in der virtuellen Realität müssen wir uns nicht mit Leuten auseinander setzen, die zufällig auch mit dem Aufzug fahren wollen und sind nicht gezwungen, die Situation zu erklären.”

Außerdem ist es einfacher, Leute mit Phobien von einer Expositionstherapie zu überzeugen, wenn diese virtuell erfolgt. Die Expositionstherapie ist sehr effektiv, aber man muss die Menschen überzeugen, es zu versuchen. Per Definition will jemand mit einer Phobie vermeiden, dem Reiz ausgesetzt zu werden.

Natürlich hat die virtuelle Realität einige Nachteile. Erstens die Kosten: Eine VR-System kostet fast 5.000 Euro und eine monatliche Lizenzgebühr muss vom Betreiber bezahlt werden. Dieser Preis macht das Gerät für die meisten Therapeuten unerreichbar, aber es ist eine bedeutende Investition. Auch für den Patienten kann es teuer werden. Die Behandlung kostet zwischen 80,-€ und 250,-€ pro Stunde. Normale Therapien sind in acht einstündigen Sitzungen abgeschlossen.

Außerdem funktioniert die Therapie nicht bei jedem –bei manchem funktioniert sie besser, bei manchem schlechter. In einigen Studien wurde zum Beispiel festgestellt, dass Menschen, die leichter hypnotisierbar sind auch leichter in der Lage sind, Ablenkungen auszublenden und von einer Tätigkeit wie Lesen in Anspruch genommen werden.

Solche Menschen werden eher von Expositionstherapie in der virtuellen Welt profitieren. Es gibt Leute, die es versuchen und es funktioniert nicht, aber für die meisten Menschen trifft das nicht zu. Das Ziel ist natürlich alle Patienten aus der virtuellen in die reale Welt zu führen.

Wenn es um Arachnophobie geht, scheint die Therapie der virtuellen Realität sehr, sehr gut zu funktionieren. Auf dem Bildschirm sieht der Phobiker eine virtuelle 3-D Spinne in einer scheinbar normalen Umgebung, zum Beispiel in einer Küche. Der Patient wird aufgefordert, näher an die Spinne heranzurücken, während seine Ängste überwacht werden.

Irgendwann werden sie gebeten, eine größere realistische Spinne anzufassen. Auch hier wird die Gewöhnung genutzt, um die Angst zu minimieren und der Patient weniger gestresst ist, wenn er die Spinne anfasst – sowohl virtuell als auch in der Realität.

Nicht jeder Patient wird in der Lage sein, das zu tun, aber alle machen große Fortschritte und können ihre Angst reduzieren und mit den Spinnen im wirklichen Leben besser umgehen.

Medikamente

Es ist nicht weit verbreitet, Medikamente zur Behandlung von Phobien zu verwenden. Die meisten Therapeuten ziehen kognitive Verhaltenstherapien vor, um die Stressoren zu bekämpfen, die eine Angst erregende Situation fördern.

Es gibt Fälle, wo Medikamente eine Option sind, diese Fälle beschränken sich aber in der Regel auf ungewöhnliche Situationen, die extreme Angst hervorrufen und die mit Antidepressiva effektiv behandelt werden können – wie zum Beispiel die Agoraphobie oder die allgemeine Angststörung.

Eine andere Situation, wo Medikamente sinnvoll sein können, sind beruhigende Medikamente wie Valium oder Ativan. Diese Art der Behandlung kann, zum Beispiel bei sozialen Ängsten oder Flugangst angewendet werden.

Bei der Arachnophobie, ist das wirksamste Werkzeug, die Angstreduktionstherapie. Bei einer Arachnophobie werden Medikamente zur Behandlung sehr, sehr selten gegeben. Wie gesagt, Phobien sind sehr real für diejenigen, die darunter leiden und sie können oft Panikattacken auslösen.

Wie Sie Panikattacken beherrschen können

Panikattacken treten sehr oft auf, wenn ein Patient dem Reiz ausgesetzt wird, den er am meisten fürchtet. Der einfache Anblick einer Spinne kann eine Arachnophobie zu einer ausgewachsenen Panikattacke machen. Verstehen, was geschieht, kann Ihnen helfen, besser mit der Reaktion des Körpers auf die Spinne umzugehen.

Wer je eine Panikattacke erlebt hat, kann Ihnen sagen, dass das kein Spaß ist! Es kann sehr, sehr beängstigend für die Leidenden sein und im schlimmsten Fall können sie sterben.

Die Körperfunktionen verändern sich bei einer Panikattacke. Die Atmung wird sehr schnell und flach. Schließlich werden Sie nicht mehr in der Lage sein, zu atmen und nach Luft schnappen.

Sie werden die Welt aus einem anderen Blickwinkel sehen und Sie werden das Gefühl haben, dass sie von ihr abgeschnitten sind. Dies kann von Schwindel und Ohnmacht begleitet werden.

Ihr Herz wird sehr schnell schlagen und Sie werden einen Druck im Brustbereich fühlen. Viele Menschen, die Panikattacken haben, glauben, dass sie einen Herzinfarkt haben. Ihnen wird warm und Sie schwitzen und Sie werden wahrscheinlich zittern.

Es ist wirklich sehr schwer, während einer Panikattacke klar zu denken, deshalb ist es sehr wichtig, dass man bemerkt, wenn man in eine Panik verfällt und beginnt eine Technik anzuwenden, um die Attacke zu bekämpfen.

Zuerst müssen Sie daran denken, dass Ihr Leben NICHT in Gefahr ist. Wie wir bereits festgestellt haben, ist derjenige, der an einer Panikattacke leidet, oft überzeugt davon, dass er oder sie einen Herzinfarkt hat und sterben wird. Das ist nicht der Fall. Die Symptome eines Herzinfarkts oder Herzschlags sind ganz anders, als bei extremer Angst.

Eine Panikattacke ist kein Zeichen, dass Sie verrückt werden. Es ist wahr, dass etwas anderes Sie gefangen hält und Sie sich deshalb selber nicht mehr unter Kontrolle haben, aber diese Symptome und Gefühle unterscheiden sich stark von einer Krankheit.

Die Symptome sind genau gleich, wie bei Menschen in extremer körperlicher Gefahr. Sie treten auf, weil Sie ein Signal falsch interpretieren. Die Angst bleibt bestehen durch die Gefühle, die Sie als Reaktion darauf erleben. Die Angst ist real. Sie ist keine Einbildung oder Illusion oder eine Halluzination. Sie sind nicht verrückt.

Eine Panikattacke ist kein Zeichen von Schwäche. Jeder kann eine Panikattacke haben, unter den entsprechenden (ungünstigen) Umständen. Phobien werden durch bestimmte Situationen hervorgerufen. Bei manchen Leuten können sie sogar ohne vernünftigen Grund entstehen und ohne eine besondere Situation.

Denken Sie daran, dass Sie die Panikattacke kontrollieren können. Die Fakten können schon helfen, Panikattacken zu bekämpfen, auch wenn sie das Problem seit vielen Jahren haben.

Wenn Sie spüren, dass Sie eine Panikattacke bekommen, sagen Sie sich:

“Das kann unangenehm werden, aber es wird mich nicht umbringen. Es ist kein Zeichen, dass ich verrückt werde. Wenn ich es schaffe, meine Angst abzulegen, wird es nie zurückkommen. Jeder kann eine Panikattacke bekommen.”

Versuchen Sie auch “Stoppanweisungen” wie

“STOPP! Diese Gedanken sind nicht gut für mich. Sie sind weder gesund, noch hilfreich und ich habe mich entschlossen, einen besseren Weg einzuschlagen und anders zu lernen und zu denken.”

Auf diese Weise können Sie Ihr Gehirn jedes Mal erinnern und stärken, wenn Sie diese rationale und realistische Aussage machen. Es gibt einige weitere positive Anweisungen, die Sie verwenden können, um Ihre Panikattacken zu bekämpfen.

Wenn Sie spüren, dass Sie in Panik geraten, versuchen Sie eine der folgenden Aussagen:

  1. Es wird alles gut. Meine Gefühle sind nicht immer rational. Ich werde mich entspannen, beruhigen und alles wird gut.
  2. Angst ist nicht gefährlich – sie ist nur unangenehm. Es geht mir gut; Ich werde einfach weitermachen, oder ich werde etwas anderes tun.
  3. Gerade jetzt habe ich Gefühle, die ich nicht mag. Es sind nur aber Phantome, denn sie verschwinden. Es wird mir gut gehen.
  4. Gerade jetzt habe ich Gefühle, die ich nicht mag. Sie werden bald vorbei gehen und es wird mir gut gehen. Jetzt werde ich mich darauf konzentrieren, etwas anderes zu tun.
  5. Das Bild in meinem Kopf (die Vorstellung) ist weder gesund noch rational. Stattdessen sollte ich mich auf etwas konzentrieren, das gesund ist.
  6. Ich habe meine negativen Gedanken gestoppt und ich werde das jetzt wieder tun. Ich kann mich immer besser von diesen automatisch auftretenden negativen Gedanken lösen und das macht mich glücklich.
  7. Ich fühle mich ein wenig ängstlich, NA UND? Das ist nicht das erste Mal. Ich werde tief ein- und ausatmen und weiter machen. Das wird mir helfen.

Wenn Sie sich auf eine belastende Situation einstellen, die Ihrer Meinung nach eine Panikattacke auslösen könnte, könnte einer der folgenden Sätze funktionieren:

  1. Ich habe das schon einmal getan, ich weiß, ich werde es wieder tun können.
  2. Wenn das vorbei ist, werde ich froh sein, dass ich es getan habe.
  3. Das Gefühl, das ich habe, macht nicht viel Sinn. Diese Angst ist wie eine Fata Morgana in der Wüste. Ich werde einfach weiter “wandern” und nach vorne blicken, bis ich sie durchschritten habe.
  4. Das mag jetzt schwierig erscheinen, aber mit der Zeit wird es immer leichter.
  5. Ich glaube, dass ich mehr Kontrolle über diese Gedanken und Gefühle habe, als ich mir vorstellen konnte. Ganz langsam entferne ich mich von meinen alten Gefühlen und gehe einen neuen, besseren Weg.

Wenn die Gefahr besteht, dass Sie von einer Situation überrannt werden, denken Sie daran, dass Sie die Kontrolle haben:

  1. Ich kann mich auf die anstehende Aufgabe konzentrieren. Wenn ich mich auf die Aufgabe konzentriere, wird sich meine Angst verringern.
  2. Angst ist ein altes Denkmuster, auf das mein Körper reagiert. Ich werde diese alte Gewohnheit langsam aber sichern ändern. Ich fühle ein wenig Frieden statt meiner Angst und dieser Frieden wird ständig stärker. Wenn Sicherheit und Frieden stärker werden, wird die Panik automatisch weniger.
  3. Anfangs war meine Angst mächtig und beängstigend, aber mit der Zeit hat sie keine Macht mehr über mich. Ich bewege mich sanft und kontinuierlich vorwärts.
  4. Ich brauche meine Gefühle nicht zu bekämpfen. Ich weiß, dass diese Gefühle nicht bleiben dürfen. Ich akzeptiere meine neuen Gefühle, sie heißen: Frieden, Zufriedenheit, Sicherheit und Vertrauen.
  5. Alle diese Dinge sind überwältigend. Aber dieses Mal habe ich mich im Griff und ich weigere mich, der Angst zu viel Raum zu geben. Stattdessen spreche ich ruhig zu mir selbst, ich entferne mich von meinem Problem und tue, was ich tun muss. Auf diese Weise wird meine Angst weniger und sie wird verschwinden.

Es gibt eine drastische Maßnahme, die die Leute dazu bringt, sich ihren Panikattacken und der Angst zu stellen. Sie müssen tapfer sein, aber mit dieser Methode können Sie Ihre Ängste überwinden und Ihre körpereigene Reaktion auf die Angst. Sie heißt paradoxe Intention.

Eine Panikattacke wird durch Angst hervorgerufen. Alles was Sie tun müssen ist, den WILLEN zu entwickeln, dass Sie eine Panikattacke bekommen. Tun Sie alles dafür, dass sie kommt, laden Sie sie ein. Diese Methode ist besonders effektiv bei Leuten deren Panikattacken vorhersehbar sind und unter bestimmten Umständen eintreten.

Begeben Sie sich in die Situation, die Ihnen Angst macht und sagen Sie zu sich selbst: “Los, Panik: Komm! Mach schon! Ich habe keine Angst vor Dir!” Wenn es Ihnen hilft, können Sie auch einen Freund bitten, Sie dabei zu unterstützen.

Wenn sich die Panik tatsächlich zeigt, nutzen Sie Techniken und zeigen Sie Ihrem Gehirn damit, dass Sie die Sache beherrschen KÖNNEN.

Die Panik ist hilflos; sie ist nicht in der Lage Sie zu überwältigen, SO LANGE SIE SICH WEIGERN; ANGST VOR IHR ZU HABEN!

Bei der Expositionstherapie oder zu jeder Zeit, wo Sie Belastung und Angst lindern wollen, ist es eine gute Idee, wirksame Entspannungstechniken zu kennen, um die Reaktion Ihres Körpers auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Entspannungstechniken

Es gibt verschiedene Techniken, mit denen Sie effektiv entspannen können. Sie können immer angewandt werden, wenn Sie sich gestresst fühlen. Entspannung ist besonders effektiv beim Umgang mit Phobien und den Reaktionen darauf. Hier finden Sie einige Techniken:

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Edmund Jacobson schuf die Progressive Muskelentspannung im Jahr 1920. Jacobson stellte fest, dass Angst von Spannungen begleitet ist und stellte fest dass man die Angst reduzieren kann, wenn man lernt, Spannungen zu verringern.

In anderen Worten, Sie können Ihre psychische Spannung verringern, indem Sie Ihre körperliche Anspannung mindern. Zur damaligen Zeit war das eine revolutionäre Idee. Jacobson glaubte, dass Muskelverspannungen sogar zu Angst führen könnten und dass verspannte Muskeln tatsächlich die Wurzel vieler emotionaler Probleme sind, nicht nur ein Nebenprodukt davon.

Durch sorgfältiges Training, half er den Leuten, bestimmte Muskeln in ihrem Körper zu entspannen und das führte dazu, dass sie ihre Angstsymptome stark reduzieren konnten, auch bei Leuten, die unter einer ernsten Angststörung litten. Das Verfahren wurde effektiv bei Geschwüren, Schlaflosigkeit und Bluthochdruck angewandt.

Progressive Entspannung wird allgemein anerkannt und heute von vielen Therapeuten verwendet. In der fachspezifischen Literatur wird dieses Verfahren sehr häufig genannt. Warum? Weil es einfach ist und funktioniert.

Bei dieser Technik lernen Sie Ihre Muskeln in zwei Schritten zu entspannen. Zuerst werden bestimmte Muskelgruppen angespannt und dann wird die Spannung gelöst. Die Konzentration der Person wird dabei auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gerichtet und auf die Empfindungen, die mit diesen unterschiedlichen Zuständen einhergehen.

Durch wiederholte Übungen lernen Sie schnell die damit verbundenen Gefühle von verspannten Muskeln und völlig entspannter Muskulatur zu unterscheiden. Mit dieser einfachen Erkenntnis, können Sie die physische Muskelentspannung bei den ersten Anzeichen der Spannung auslösen. Und mit der körperlichen Entspannung kommt die geistige Ruhe in jede Situation.

Bei der Progressiven Muskelentspannung entspannen Sie zunächst Ihre Muskeln im Liegen mit geschlossenen Augen, aber das ultimative Ziel ist, den ganzen Tag über entspannen zu können, während Sie arbeiten, lernen, wandern, reden, essen, usw.

Wenn Sie diese Methode anwenden möchten, brauchen Sie kein Training. Versuchen Sie es jetzt gleich, suchen Sie einen Muskel in Ihrem Körper, der ohne guten Grund angespannt ist. Entspannen Sie diesen Muskel. Es ist so einfach. Machen Sie sich das zur Gewohnheit, und eine allgemeine Ruhe wird sich langsam in Ihrem Leben entwickeln. Sie werden sich besser fühlen.

Ein guter Weg, die Muskelentspannung zur Gewohnheit zu machen, ist sich am Tag an eine gewisse Routine zu gewöhnen. Zum Beispiel immer wenn Sie hinter dem Lenkrad Ihres Wagens sitzen. Jedes Mal, wenn Sie am Schreibtisch arbeiten. Wenn Sie unter die Dusche gehen. Wählen Sie einen Ort und konzentrieren Sie sich darauf, bis er zur Gewohnheit wird. Dann fügen Sie einen weiteren Ort hinzu. So machen Sie es sich zur Gewohnheit, den Körper nicht unnötig zu verspannen.

Sie können es sich auch zur Gewohnheit machen, Ihre Muskulatur zu entspannen, immer wenn Sie Angst haben. Wenn Sie fühlen, wie eine Welle der Angst Sie überströmt, versuchen Sie angespannte Muskeln zu lokalisieren. Dann entspannen Sie. Suchen Sie einen anderen Muskel, der angespannt ist. Entspannen Sie diesen auch.

Wenn Ihre Muskeln entspannen, sinkt auch Ihre Herzfrequenz, Sie atmen ruhiger und beginnen sich besser zu fühlen. Auch wenn die Besorgnis erregende Situation nach wie vor besteht, fühlen Sie sich ruhiger. Sie sind in der Lage klarer zu denken und Sie können intelligent, zweckmäßig, konstruktiv handeln. Die Entspannung Ihrer Muskeln schützt Sie davor, dass die Angst Sie lähmt.

Diese Technik können Sie immer und überall anwenden. Achten Sie besonders auf die Muskeln in Ihrem Gesicht, dem oberen Rücken und dem Nacken. Merken Sie sich diese kleine Liste: Gesicht, oberer Rücken und Nacken. Beobachten Sie zuerst diese Muskeln. Am Besten, beginnen Sie mit Ihrem Gesicht. Entspannen Sie Ihre Stirn. Versuchen Sie das gleich jetzt. Entspannen Sie Ihren Kiefer und die Muskeln rund um Ihre Augen. Bereits jetzt beginnt Ihr Körper ruhiger zu werden.

Es wird empfohlen, die Progressive Muskelentspannung zweimal am Tag, etwa eine Woche lang am ganzen Körper durchzuführen, bevor man die so genannte verkürzte Form wählt. Leider haben wir nicht die Zeit, um das gesamte Verfahren zu erklären, das auch von Mensch zu Mensch variiert. Weil Sie mit dieser Technik Angst bekämpfen, müssen Sie sich eine gewisse Kompetenz aneignen, bevor sie diese Technik bei einer Panikattacke nutzen.

Hier sind einige Vorschläge zum Üben:

  • Praktizieren Sie die progressive Entspannung immer an einem ruhigen Ort, ohne elektronische Ablenkungen – verwenden Sie nicht einmal Hintergrundmusik.
  • Ziehen Sie Ihre Schuhe aus, tragen Sie lockere Kleidung.
  • Vermeiden Sie Essen, Rauchen oder Trinken. Es ist am besten, vor den Mahlzeiten zu üben, zum Wohle Ihrer Verdauungsprozesse.
  • Verwenden Sie diese Technik nicht nach der Verwendung von Rauschmitteln wie Alkohol oder Drogen.
  • Setzen Sie sich, wenn möglich, auf einen bequemen Stuhl. Sie können sich auch hinlegen, aber dann könnten Sie einschlafen.
  • Falls Sie einschlafen, machen Sie ab dem Punkt, wo Sie eingeschlafen sind, weiter.
  • Wenn Sie abends im Bett üben, müssen Sie davon ausgehen, dass Sie einschlafen, bevor Sie Ihre Übung abschließen. Daher sollten Sie eine Trainingseinheit im Bett eher als Ergänzung zu Ihrer Basiseinheit betrachten.
  • Wenn Sie eine Sitzung beenden, verharren Sie mit geschlossenen Augen ein paar Sekunden, stehen Sie dann langsam auf. (Orthostatische Hypotension—ein plötzlicher Abfall des Blutdrucks durch schnelles Aufstehen—kann einen Schwächeanfall verursachen.) Manche Leute zählen rückwärts von 5 bis 1, atmen tief ein und sagen dann “Augen offen. Äußerst ruhig. Hellwach.”

Sie werden mit den meisten wichtigen Muskelgruppen in Ihrem Körper arbeiten, aber am bequemsten ist die systematische Progression von den Füßen nach oben.

Hier ist die beliebteste Reihenfolge:

Rechter Fuß – Rechter Unterschenkel und Fuß – Gesamtes rechtes Bein – Linkes Bein – Linker Unterschenkel und Fuß – Gesamtes linkes Bein – Gesamtes rechtes Bein – Rechte Hand – Rechter Unterarm und Hand – Gesamter rechter Arm – Linke Hand – Linker Unterarm und Hand – Gesamter linker Arm – Bauch – Brust – Nacken und Schultern – Gesicht

Schritt eins: Anspannung.
Der Prozess einen Muskel anzuspannen, ist im Wesentlichen der gleiche, unabhängig davon, welche Muskelgruppe Sie anspannen. Zunächst konzentrieren Sie sich auf die Muskelgruppe, zum Beispiel die rechte Hand. Dann atmen Sie ein und pressen die Muskeln einfach fest zusammen, Sie können ca. 8 Sekunden anspannen, im Beispiel würde das bedeuten, dass eine Faust machen.

Es ist wichtig, dass Sie wirklich das Gefühl der Spannung spüren. Wenn Sie die Technik richtig anwenden, wird die Spannung der Muskeln dazu führen, dass Sie beginnen, zu zittern und Sie werden leichte Schmerzen empfinden.

Achten Sie darauf, sich nicht zu verletzen! Die Muskeln in den Füßen und im Rücken, können schwerwiegende Probleme verursachen, wenn Sie diese nicht sanft, aber gezielt anspannen.

Schritt zwei: Die Spannung lösen.
Das ist der beste Teil, denn er ist wirklich angenehm. Lösen Sie die Spannung nach 8 Sekunden schnell und plötzlich. Lassen Sie Spannungen und Schmerzen aus der Muskulatur fließen, während Sie gleichzeitig ausatmen. Im Beispiel können Sie sich vorstellen, wie das Enge-Gefühl und die Schmerzen aus der Hand durch die Fingerspitzen fließen, während Sie ausatmen. Spüren Sie, wie die Muskeln sich entspannen, sich lösen und schlaff werden. Die Spannung fließt dahin, wie Wasser aus einem Wasserhahn. Konzentrieren Sie sich auf den Wechsel zwischen Spannung und Entspannung.

Es ist wichtig, sich genau auf den Punkt zu konzentrieren, wo die Spannung nachlässt. Tun Sie dies ganz bewusst, versuchen Sie die sehr subtile Unterscheidung zwischen Muskelanspannung und Muskelentspannung zu spüren.

Entspannen Sie sich etwa 15 Sekunden lang und wiederholen Sie dann den Zyklus: Spannung-Entspannung. Sie werden wahrscheinlich beim zweiten Mal mehr Empfindungen feststellen.

Entspannung mittels Signalworten

Verwenden Sie das gleiche Verfahren zur kompletten Progressiven Entspannung, aber arbeiten Sie mit allen Muskelgruppen. Die vier Muskelgruppen sind wie folgt:

  • Untere Extremitäten
  • Bauch und Brust
  • Arme, Schultern und Nacken
  • Gesicht

Konzentrieren sich auf Ihre Atmung während der Anspannung und auch während der Entspannung. Atmen Sie langsam, während Sie die Spannung halten. Wenn Sie die Spannung lösen und ausatmen, sagen Sie ein Signalwort.

Dies wird Ihnen helfen, das Signalwort mit dem Zustand der Entspannung in Verbindung zu bringen, so dass letztlich das Signalwort allein einen entspannten Zustand erzeugt.

Viele Leute finden, dass die Entspannung mittels Signalworten nicht nur an ein Wort gebunden sein sollte, es kann in manchen Situationen hilfreich sein, einen bestimmten Satz zu verwenden.

Einige Vorschläge für Signalwörter / -sätze sind:

  • Entspannung
  • Lass es sein
  • Es ist o. k.
  • Bleib ruhig
  • Alles geht vorbei
  • Vertrau auf Gott

Entspannung durch Atemübungen

Tiefes Atmen ist eine einfache, aber sehr effektive, Methode der Entspannung. Es ist eine Kernkomponente die den Ansatz der “zehn tiefen Atemzüge” enthält, zur Beruhigung, bis hin zu Yogaentspannung und Zen-Meditation.

Atemtechniken funktionieren gut in Verbindung mit anderen Entspannungstechniken wie der Progressiven Muskelentspannung und Bildertechniken zum Stressabbau.

Durch die Konzentration auf unsere Atmung, können wir uns auf den Rest unseres Körpers konzentrieren, um uns zu entspannen. Tiefes Atmen ist eine großartige Möglichkeit, um den Körper entspannen und Abläufe im Körper zu synchronisieren. Die Atmung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil des Yoga und der Kampfkunst.

  1. Legen Sie sich auf den Rücken.
  2. Entspannen Sie langsam Ihren Körper. Sie können die progressive Entspannungstechnik, wie oben beschrieben, anwenden.
  3. Beginnen Sie, wenn möglich, langsam durch die Nase einzuatmen. Füllen Sie den unteren Teil der Brust, dann den mittleren und den oberen Teil der Brust und die Lunge. Achten Sie darauf, das langsam zu tun, in etwa 8-10 Sekunden.
  4. Halten Sie den Atem für eine oder zwei Sekunden an.
  5. Dann entspannen Sie sich langsam und ruhig und atmen aus.
  6. Warten Sie einige Sekunden und wiederholen Sie den Vorgang.
  7. Wenn Ihnen schwindlig wird, übertreiben Sie.
  8. Stellen Sie sich selbst in einer ruhigen, friedlichen Situation vor, wie Sie am warmen, sanften Meer sitzen. Stellen Sie sich vor, dass Sie über die sanften Wellen gleiten, wenn Sie einatmen und in die Fluten sinken, wenn Sie ausatmen.
  9. Sie können diese Atemtechnik solange fortsetzen, wie Sie wollen oder bis Sie eingeschlafen oder völlig entspannt sind.

Geführte Imagination

Bei dieser Technik versucht man sich selbst in einer ruhigen Umgebung vorzustellen.

  1. Legen Sie sich mit geschlossenen Augen auf den Rücken.
  2. Stellen Sie sich einen schönen, ruhigen Ort vor. Zum Beispiel einen sonnigen Strand mit einer leichten Meeresbrise, oder Sie schaukeln in einer Hängematte irgendwo in einer Hütte in den Bergen oder in Ihrem eigenen Garten. Jeder Ort, den Sie ruhig und entspannend finden ist o. k.
  3. Stellen Sie sich vor, dass Sie an diesem Ort sind. Stellen Sie sich die Umgebung vor, hören Sie die friedlichen Klänge, riechen Sie die Blüten oder das Barbecue, fühlen Sie die Wärme der Sonne und all die anderen Empfindungen. Entspannen Sie sich und genießen Sie es.
  4. Sie können jederzeit an diesen Ort zurückkehren. Wenn Sie diesen Ort häufiger nutzen, werden Sie leichter einschlafen können, weil diese Bilder zum Schlaf anregen.

Manche Patienten finden es sinnvoll, sich etwas Langweiliges vorzustellen. Das kann ein besonders langweiliger Lehrer oder Dozent, Mitarbeiter oder Freund sein.

Wir glauben es ist sinnvoll, Ihnen einige allgemeine Informationen über Spinnen auf den Weg zu geben, um Ihnen zu helfen, Ihre Angst vor ihnen zu bekämpfen. Experten glauben, dass man besser mit der Angst fertig werden kann, je mehr man über das, was man fürchtet weiß.

Fakten über Spinnen

Viele Menschen fürchten Spinnen, weil einige davon giftig sind. Andere Menschen haben Angst vor dem Gedanken, gebissen zu werden. Lassen Sie uns einige Fakten über Spinnen erörtern.

Spinnen haben recht einfache Augen, sie können nicht sehr gut sehen. Sie orientieren sich über die Vibrationen, die sie über die Oberfläche ihres Netzes spüren. Die winzigen Borsten auf ihrer Körperoberfläche sind eigentlich sehr sensible, taktile Rezeptoren. Diese Borsten sind empfindlich gegenüber einer Vielzahl von Stimuli, einschließlich Berührung, Erschütterung, und Luftstrom.

Spinnen sind Arthropoden, ihr Skelettsystem stellt die äußerste Schicht des Körpers dar. Das harte Exo-Skelett hilft der Spinne Feuchtigkeit zu halten und sorgt dafür, dass sie nicht austrocknet. Die Borsten sind keine Haare, sondern tatsächlich ein Teil ihres Exo-Skeletts.

Das Wort Spinne stammt vom alten englischen Verb “spinnan”, was “sich drehen” bedeutet. Die Spinnen verwenden die winzigen Klauen an der Basis jedes Beins, um sich auf ihren Netzen zu bewegen, ohne festzukleben.

Spinnen verdauen ihre Nahrung außerhalb des Körpers. Nachdem sie die Beute gefangen haben, geben die Spinnen Verdauungsenzyme aus ihrem Darm frei und decken damit das Insekt ab. Diese Enzyme brechen das Insekt auf, die Spinne saugt die Flüssigkeit aus der Beute.

Die gefürchtete Vogelspinne ist nicht giftig. Der Biss einer Vogelspinne kann schmerzhaft sein, aber er ist nicht gefährlicher als ein Bienenstich. Ein Weberknecht ist keine Spinne, obwohl er so aussieht. Er hat keine Taille zwischen vorderem Körperteil und Bauch. Seine Beine sind länger und dünner als die Beine, einer Spinne und er trägt den Körper tiefer.

Unter dem Bauch einer Spinne sind winzige Stümpfe, die Spinnwarzen. Die Spinne nutzt ihre Beine, um flüssige Fäden aus den Spinnwarzen zu ziehen, die sie in ihrem Bauch herstellt. Diese Flüssigkeit wird hart, sobald sie aus dem Körper ausgeschieden wird, sie besteht aus Eiweiß. Eine Spinne frisst ihr altes Netz auf, bevor sie ein neues spinnt.

Nicht alle Spinnen verwenden Netze, aber viele nutzen die Fäden auf andere Weise. Manche Spinnen schützen ihre Eier in gesponnenen Säcken. Die Wolfsspinne trägt ihren Kokon, befestigt an ihren Spinnwarzen. Viele Vogelspinnen kleiden ihre Höhlen aus. Einige Falltürspinnen machen Deckel für ihre Höhlen.

Auf dem amerikanischen Ein-Dollar-Schein, gibt es eine Eule in der oberen linken Ecke der “1” und eine Spinne in der vorderen oberen rechten Ecke.

Die meisten Spinnen gehören zu den Radnetzspinnen aus der Familie der Höhlenspinnen.

Ein Faden eines Spinnennetzes ist so stark wie ein Stahldraht gleicher Größe.

In den 60er Jahren studierten Forscher die Wirkung von verschiedenen Substanzen auf Spinnen. Wenn Spinnen mit Fliegen gefüttert wurden, in die Koffein injiziert wurde, machten sie sehr “ungenaue” Netze. Wenn Spinnen Fliegen mit LSD verspeisten, webten sie wilde, abstrakte Muster. Spinnen, die Beruhigungsmittel bekamen, schliefen ein, noch bevor sie ihre Netze fertig stellen konnten.

Es gibt Spinnen, die nah an den Meeresstränden leben und wenn die Flut kommt, ziehen sie sich in eine Korallenhöhle oder Felsspalte zurück und weben sich eine dichte, seidene Tür.

Das Wasser steigt immer höher und höher, die Spinne zieht sich zurück aber sie wird nicht nass. Stunden später, wenn die Flut sinkt, kommt die Spinne aus ihrem wasserdichten Versteck.

Eine andere Spinne, die so genannte Wasserspinne, verbringt die meiste Zeit ihres Lebens unter Wasser, obwohl sie an der Luft atmen muss. Selbst wenn sie frisch geschlüpft ist, ist ihr Körper mit Luft umgeben und sie kann längere Zeit schwimmen und tauchen.

Die erwachsene Spinne lebt in einer Art hausgemachter Taucherglocke unter Wasser. Die Spinne stellt diesen Schutz her, indem sie Stängel von Wasserpflanzen mit Spinnseide verbindet, und dann macht sie ein seidenes Dach, das horizontal zwischen den Stielen befestigt wird.

Die Spinne kommt an die Oberfläche, schnappt nach Luft, taucht damit unter, und lässt die Luft unter dem kleinen Vordach ab. Es dauerte nicht lange, und das Dach sieht aus, wie ein Regenschirm. Hier lebt die Spinne ihr Leben, ruht, frisst und pflanzt sich fort. Wenn die Spinne mehr Luft braucht, geht sie einfach an die Oberfläche und besorgt sich etwas Luft.

Schwertschwänze und Spinnen sind eigentlich ziemlich nahe Verwandte. Der Pfeilschwanzkrebs gehört zur großen Gruppe der Wirbellosen (Tiere ohne Rückgrat). Zu dieser Gruppe gehören auch Hummer, Krabben, Insekten, Spinnen und Skorpione. Auch wenn das Tier wie eine Krabbe aussieht, mit einer harten Schale und Klauen, so ist der Pfeilschwanzkrebs enger mit Skorpionen und Spinnen verwandt, als mit Krabben.

Viele Kulturen glauben, dass Spinnen Glück bringen. Die Spinne war bei den Römern ein beliebtes Maskottchen in der Gestalt eines kostbaren Steins, auf welchem eine Spinne eingraviert war. Sie trugen auch gern kleine Spinnen aus Gold oder Silber, das sollte Glück bringen.

Dass es Unglück bringt, eine Spinne zu töten, ist noch allgemein verbreitet und die meisten Hausfrauen beseitigen das Netz und befördern Spinnen vorsichtig zur Tür hinaus. In vielen Teilen der Erde glaubt man, dass man einen finanziellen Verlust erleidet, wenn man eine Spinne tötet, manche glauben es geschieht ein Unglück. Andrerseits soll es Glück bringen eine Spinne zu sehen, solange man ihr nichts tut.

Spinnenseide kann sich um 50 Prozent der ursprünglichen Länge dehnen. Ein Strang aus Spinnenseide in der Stärke eines Bleistifts könnte eine Boeing 747 im Flug stoppen.

Die Menschen haben oft mehr Angst vor Spinnen, als vor dem Sterben. Allerdings, ist es statistisch gesehen wahrscheinlicher, dass Sie von einem Champagnerkorken getötet werden, als durch den Biss einer giftigen Spinne.

Wir wären wahrscheinlich alle tot, ohne Spinnen. Ihre schiere Masse macht Spinnen wichtig für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der Natur. Weil sie Insektengemeinschaften strukturieren, wo immer sie auftreten, spielen Spinnen eine wichtige Rolle in der terrestrischen Nahrungskette.

Ohne all die hungrigen Spinnen würden die Insekten-populationen explodieren, würden Nahrungspflanzen dezimiert und das ökologische Gleichgewichts verwüstet. Die Menschen würden wahrscheinlich innerhalb weniger Monate verhungern- wenn sie nicht an von Insekten übertragenen Krankheiten sterben. Es ist kein Fall bekannt, wo eine Spinne eine Krankheit übertragen hat.

Seide + Gift = Außerordentlicher evolutionärer Erfolg.

Zwei Attribute – Seide und Gift – haben zur Schlüsselposition der Spinne in der Nahrungskette beigetragen (nicht eingerechnet ihr ungeheurer Appetit). Wissenschaftler arbeiten daran, das alles nutzbar zu machen.

Die alten Griechen verwendeten Spinnenseide, um effektiv, blutende Wunden zu versorgen, ebenso wie Soldaten im Vietnam-Krieg und anderen Konflikten. (Die Seide ist so fein, dass sie tatsächlich die Blutplättchen verschließen kann.)

Spinnengift kann verwendet werden, um bestimmte neurologische und psychische Störungen zu behandeln. Eine Forschungsgruppe in Utah hat die Komponenten aus dem Gift von vielen Arten der nordamerikanischen Spinnen isoliert, die dazu beitragen können, Hirnschäden nach Schlaganfällen zu reduzieren.

Weitere Forschungen werden auch betrieben, um Spinnen in der Landwirtschaft einzusetzen welche Schädlinge bekämpfen sollen. Ein Problem ist, dass Landwirte zwar in der Regel einen sehr spezifischen Schädling beseitigen wollen, Spinnen fressen aber so ziemlich alles, auch andere Spinnen die ihr Werk tun.

Schlussfolgerung

Wir versuchen nicht, die Angst vor Spinnen mit dem vorherigen Abschnitt zu beseitigen. Allerdings haben die meisten Phobien ihren Ursprung in der Angst vor dem Unbekannten und es ist sicher sinnvoll, mit Informationen zu beginnen.

Auch wenn der Gedanke an ein Buch mit dem Bild einer Spinne Ihnen den Magen umdreht, werden Sie einen entscheidenden Schritt machen, zur Überwindung Ihrer Spinnenangst.

Spinnen sind wirklich faszinierende Tiere, das werden Sie merken, wenn Sie mehr über sie erfahren. Niemand wird sagen, Sie brauchen eine Spinne als Haustier oder verlangen, dass Sie diese über sich krabbeln lassen. Das Ziel ist, die Angst zu überwinden, damit Sie Ihr Leben und Ihren Alltag nicht beeinflusst.

Phobien sind häufig – Arachnophobie ist eine der häufigsten. Sie sind nicht allein in diesem Kampf! Wir haben einige wertvolle Informationen in diesem Buch gesammelt, um Ihnen zu helfen, Ihre Angst zu überwinden und Ihnen die Möglichkeit geben, ein Leben ohne Panik zu leben.

Versuchen Sie die Entspannungstechniken. Üben Sie diese regelmäßig. Sehen Sie sich Bilder von Spinnen an. Das wird helfen, Sie auf Dauer zu desensibilisieren.

Wenn Sie eine Spinne sehen und die Furcht spüren, wissen Sie, das ist eine gute Gelegenheit, Ihre Wahrnehmung zu verändern.

Also das nächste Mal, wenn Sie auf eine Spinne treffen, laufen Sie nicht weg, rufen Sie nicht um Hilfe, halten Sie einen Moment inne, atmen Sie und erforschen Sie Ihre innere Welt.

Wenn Sie die Spinne in einem hermetisch verschlossenen Behältnis einfangen müssen, um atmen zu können, ist das o. k! Und dann sehen Sie sich die Spinne mit der Objektivität eines Wissenschaftlers an.

Werden Sie zum neutralen Beobachter Ihres eigenen Lebens. Wenn Sie die Quelle Ihrer Furcht entdecken, sind Sie vielleicht überrascht, dass die Realität viel harmloser ist, als die Wahrnehmung. Dann können Sie Ihr Leben leben, ohne Angst und vielleicht sogar ein schönes Buch über Spinnen lesen, ohne Angst!

Viel Glück und Erfolg um die Spinnenangst zu bekämpfen und zu überwinden!